Blick auf den Dresdner Theaterplatz

CANALETTO – Das Dresdner Stadtfest Drei ganz besondere Tage in der Innenstadt

D ie Dresdner mögen Kultur, sie lieben Kunst, aber am besten können sie eines – feiern. In der Saison leuchten jedes Wochenende Feuerwerksraketen über dem Elbtal, viele Stadtviertel organisieren bunte Straßenfeste. Nur logisch, dass Dresden auch das größte Stadtfest der Republik auf die Beine stellt. In diesem Jahr wird vom 18. bis zum 20. August auf der Altstädter Elbseite mit neuen Attraktionen gefeiert.

Fünfzehn Areale, neun Bühnen, 52 Stunden gute Laune – rund 550 000 Besucher kommen regelmäßig, wenn sich die historischen Straßen und Plätze Dresdens in eine riesige Festmeile verwandeln. In diesem Jahr haben die Veranstalter das Fest unter dem Motto „Neues entdecken“ weiter entwickelt. Erstmals können Besucher einen kostenlosen Bus-Shuttle vom Messegelände in die Innenstadt nutzen. Und im Sächsischen Landtag vorbei schauen, der am Wochenende seine Türen öffnet. Auch das Stadtmuseum, das Verkehrsmuseum (mit dem Bobycar-Parcour perfekt für Kids) und der Kulturpalast verlangen keinen Einritt.

Klassische Klänge und deutsche Kult-Bands

Zur Eröffnung am Freitag spielt die Dresdner Philharmonie mit Solistin Amanda Pabyan auf dem Theaterplatz, präsentiert Arien und Evergreens aus dem klassischen Spektrum. Das Konzert auf der Radeberger-Bühne ist ebenso kostenlos wie der anschließende Auftritt der Kultband City und den hochgelobten Erzgebirgern von Stereoact. Am Samstag rocken dann RENFT und die Berliner Band Staubkind die Zuschauer. Dann liegt auch der Superhit „80 Millionen“ von Chartstürmer Max Giesinger in der Luft – ebenfalls kostenlos auf der Freiberger-Bühne. Wer dann noch nicht müde ist, kann einen echten Lokal-Matador erleben: DJ-Weltmeister ESKEI83 lebt in Dresden, ist weltweit gebucht und stimmt die Besucher mit seinen Beats auf die Party-Nacht ein. Weiter gefeiert wird dann bis in die Morgenstunden im Kraftwerk Mitte.

Nervenkitzel für die Großen und Mitmach-Aktionen für die Kleinen

Blick auf den Fürstenzug während des Dresdner Stadfestes

Tagsüber haben die Veranstalter traditionell die Familien im Blick, organisieren zusammen mit den Sponsoren ein buntes Programm für große und kleine Kinder (und ihre Eltern). Ein beliebter Dauerbrenner ist das Familien-Areal der Ostsächsischen Sparkasse auf dem Altmarkt. Nervenkitzel verspricht die Achterbahn, einen tollen Ausblick das Riesenrad. Mittelalter-Fans treffen sich auf der Festwiese vor dem Maritim-Hotel, messen sich dort im Bogenschießen. Viele Kinder zieht es vermutlich noch einige Meter elbabwärts auf die Blaulichtmeile vor dem Landtag: Dort rücken das Technische Hilfswerk, die Bundespolizei und der Zoll mit ihren Fahrzeugen an: Schon die ganz Kleinen können hier ein Martinshorns bedienen oder einen Rettungswagen von Innen bestaunen.

Deftiges vom Grill und Feines von der Foodmeile

Zu einem Stadtfest gehören natürlich Bratwurst und Bier. Auch in Dresden rösten die Thüringer und Krakauer im Akkord auf den großen Schwenkgrills, die lokalen Produzenten und Sponsoren Radeberger und Freiberger sorgen für Erfrischungen – mit oder ohne Alkohol. Aber Dresden ist auch mit seiner renommierten Uni, den vielen Forschungsinstituten, Firmen wie Infinoen oder Global Foundries international und innovativ: Auf dem Streetfood-Court auf der Piazza an der Schlossstraße serviert der FOODClub.44 Finessen wie Baumkuchen am Stiel oder vegane Burger, beim Basteischlösschen gibt es Cocktails und Köstlichkeiten aus der Karibik.

Enten-Cup und Baby-Parade

Enten-Cup auf dem Dresdner Stadtfest

Ihren eigenen Humor beweisen die Dresdner mit einer Regatta der ganz besonderen Art. Statt schnittigen Schiffen werden am Sonntagnachmittag gelbe Quietsche-Entchen zu Wasser gelassen. Die Adoptionsscheine für die durchnummerierten Rennenten gibt es für fünf Euro an verschiedenen Verkaufsstellen im Vorfeld und auf dem Stadtfest (Infos unter www.dresdner-entencup.de). Der Startschuss fällt an der Carola-Brücke, die schnellsten zehn Enten werden an der Augustus-Brücke mit Preisen belohnt. Bis zu 7000 Gummitiere gehen auf die Strecke, der Erlös kommt einem sozialen Zweck zu Gute, 225 000 Euro kamen in den vergangenen zehn Jahren zusammen. Kurz danach bekommen die Kleinsten ihren großen Auftritt – eine Hommage an Deutschlands langjährige Geburtenhauptstadt. Hunderte Kinderwagen bilden die traditionelle Sparkassen-Babyparade, flanieren mit Eltern und Geschwistern durch die Festmeile. Zum Abschluss lassen es die Macher nochmal richtig krachen und zünden am Sonntagabend das legendäre Höhenfeuerwerk – ein würdiges Finale von drei tollen Tagen in Dresden.