Fettboy Restaurant von außen im dunklen.

Kulinarisch „up to date“ – Gastrotrends in Dresden

Anzeige N icht nur bei Kleidung und Schuhen wechseln Stile und Moden mittlerweile jede Saison, auch in der Gastronomie werden immer häufiger neue kulinarische und gastronomische Konzepte erdacht und in die Stadt mitgebracht. Hier kommen neun Adressen für kulinarische Vorreiter und Trendsetter! Von Frieda Pirnbaum.

OnlyOne – Molekulares Hokuspokus an der Bar

Die Molekularküche, bekannt geworden mit dem spanischen Spitzenkoch Ferran Adrià und seinem Restaurant elBulli, ist längst salonfähig geworden und hat auf vielen Speisekarten Einzug gehalten. Auf der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt finden expertimentierfreudige LiebhaberInnen von hochprozentigen Mixgetränken mit dem ONLYONE auch eine molekulare Cocktailbar. Hier dampft und brodelt es schon mal aus den Gläsern oder man bekommt seinen Drink gar in fester Form als Gelee serviert. Insgesamt 58 molekulare Cocktails stehen auf der Karte, darunter der bereits von CNN zu den zwölf weltweit ungewöhnlichsten Cocktails gewählte „Bullshooter“, und darüber hinaus über hundert klassische Mixgetränke.

dresden-onlyone.de

The Boy and the Burger – Street-Food-Kultur auf sächsisch

Modernes „Essen auf Rädern“  ist mit verschiedenen Street Food Festivals und Märkten auch längst in Dresden angekommen. Wem das an wenigen Tagen im Jahr nicht ausreicht, der findet mit dem Foodtruck von „The Boy and the Burger“ eine feste Street Food-Adresse am Rande des Alaunparks. Hier gibt es erstklassige Burger auf die Hand aus besten Zutaten von Traditionsbetrieben in und um Dresden und Pommes aus frischen Laura-Kartoffeln. Zum Essen, Entspannen und Leutegucken kann man sich dann auf den quirligen Wiesen im Alaunpark niederlassen, der grünen Oase im Dresdner Szeneviertel Neustadt.

facebook.com/theboyandtheburger

Fettboy – Japan meets Burger-Kult

Burgerläden gibt es in der Dresdner Neustadt wie Sand am Meer… Aber nur im Fettboy trifft man die richtig coolen Jungs: Classic Boy, Ghetto Boy und Veggie Boy sind nur einige der Variationen, die im charmanten Tonnengewölbe an der Kreuzung Bautzner/Ecke Hoyerswerdaer Straße auf hungrige Burgerfreunde warten. Aber weil Burger allein auch nicht glücklich machen, gibt es mit Ramen und Okonomiyaki noch zwei Köstlichkeiten aus dem fernöstlichen Japan, die vor allem Vegetarierherzen höher schlagen lassen. Was Burger und Japan Food gemeinsam haben: sie sind mit viel Liebe handgemacht und mit Zutaten direkt aus dem Kiez.

fettboy.de

Curry & Co – Fastfood deluxe

Wer bei Currywurst und Pommes an die schnöde Imbissbude an der Ecke denkt, der wird bei Curry & Co eines besseren belehrt. Hier sind wahre Wurst-Liebhaber am Werk! Bis spät in die Nacht kann man hier Currywurst deluxe schlemmen – geräuchert, gebrüht oder vegan – mit hauseigenen Saucenkreationen und dazu die besten Pommes der Stadt. Mittlerweile gibt es schon zwei Filialen in der Stadt – in der Dresdner Neustadt und auf dem Schillerplatz am Blauen Wunder.

curryundco.com

Raskolnikoff – Neustädter Original

Das Raskolnikoff ist ein echtes Urgestein der Dresdner Neustadt und hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Das Haus in der Böhmischen Straße 34 stammt aus dem Jahr 1837, beherbergte schon Wohnungen für einfache Leute, verschiedene Gewerke und sogar einen Tanzsaal. Noch vor der Wende wurde hier der Kunstverein „Kunsthaus Raskolnikow e.V.“ gegründet und es zogen eine Galerie, eine Malschule, eine Töpferwerkstatt und ein Atelier für Bildhauerei ins Haus. Seit Anfang der 1990er Jahr kann man hier nun in warmer, rustikaler Atmosphäre und im Sommer im verwunschenen Innenhof kulinarischen Genüssen frönen. Die Wirtsleute selbst beschreiben ihr Konzept als „innerstädtische Landhausküche“ – ehrlich, undogmatisch und mit einer regelmäßig wechselnden Karte.

raskolnikoff.de

Falscher Hase – fleischlos glücklich im Hecht

Im Dresdner Hechtviertel ist der „Falsche Hase“ nicht nur Tarnung, sondern meint es ernst: Im gemütlichen Restaurant mit Retro-Mobiliar und grünem Innenhof wird ausschließlich vegan gekocht und das mit Überzeugung! Soljanka, Bauernfrühstück oder Gulasch stehen hier auf der Karte – frisch zubereitet mit Seitan, Tofu, Soja und viel Herzblut. Als Augenschmaus gibt´s obendrauf regelmäßig Ausstellungen von regionalen KünstlerInnen im Restaurant und den Absacker nach dem Essen nimmt man direkt nebenan in der Kiezbar Heartbreak.

falscher-hase.com
facebook.com/Herzbrech

Turtle Bay – Rum, Reggae und Urlaubsstimmung

Nur einen Katzensprung von Semperoper, Schloss und Schauspielhaus entfernt, befindet sich die Turtle Bay. Dresdens kulinarische Antwort auf die ewige Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Meer. Mit farbenfrohen Möbeln, bunten Lichterketten und großen Bastlampen beginnt schon beim Eintreten in Tagesbar und Restaurant ein kleiner Kurzurlaub. Richtiges Karibik-Feeling kommt dann spätestens mit dem geschmorten Jamaika-Hühnchen oder einem Regenbogensalat auf den Teller. Und wem die heißen Gewürze und Aromen noch nicht genug mit karibischer Lebensfreude einheizen, der probiert sich nach dem Essen noch durch eine Auswahl von über 40 verschiedenen karibischen Rumsorten, pur oder als Cocktail gemixt.

turtlebay-restaurants.de/locations/dresden

Ayers Rock – im Outback schlemmen an der Frauenkirche

Man mag es kaum glauben, aber wer in sonnengewärmter Atmosphäre exotische Wildspezialitäten vom Känguru, Krokodil oder Strauß genießen möchte, biegt von der Frauenkirche auf dem Dresdner Neumarkt nur wenige hundert Meter um die Ecke auf die Münzgasse und findet sich im Nu am anderen Ende der Welt wieder: Das Ayers Rock steht auf der wohl bekannteste Barmeile in der Dresdner Altstadt schon seit über zehn Jahren für typisch australische Küche und eine ausgezeichnete Auswahl an kräftigen, sonnengereiften „Down Under“ Weinen.

ayersrock-dresden.de

Zum Gerücht – kulinarische Wohnstube im Dresdner Süden

Das Laubegaster Wirtshaus „Zum Gerücht“ bezeichnet sich im eigenen Namen als „die letzte Kaschemme“ strahlt aber – im Sommer wie im Winter – absolute Gemütlichkeit im weinbewachsenen Biergarten oder in der urig eingerichteten Gaststube aus. Für viele Laubegaster ist die Schankwirtschaft wohl auch ein zweites Wohnzimmer, das dieses Jahr bereits ein viertel Jahrhundert alt wird. Auf der Karte stehen nicht nur deftige sächsische Hausmannskost, sondern auch zwei Biere aus der eigenen Hausbrauerei Laubegast. Und jeden Sonntag außerdem Live-Musik frei Haus.

zum-geruecht.de