Freizeit & Familie

Dresden von oben

Die sechs schönsten Aussichtspunkte auf die Stadt

Dresden von Oben
Dresden von Oben Foto: Sebastian Weingart (DML-BY)

Dresden bietet viele Sehenswürdigkeiten, die ihr in der Innenstadt sehr gut zu Fuß erreichen könnt. In den verwinkelten Straßen und schmalen Gassen der Altstadt verliert man schon mal die Orientierung. Mit unseren sechs Tipps für den perfekten Ausblick behaltet ihr garantiert den Überblick.

1. Alles im Blick: Von der Dreikönigskirche auf Dresdens Alt- und Neustadt schauen

Von Kirchtürmen kann man hervorragend seinen Blick über Stadt und Land schweifen lassen. Die über 70 Kirchen in Dresden bieten euch dazu viele Gelegenheiten. Einen der besten Ausblicke genießt ihr ohne Zweifel von der Dreikönigskirche.

Doch das war nicht immer so. Aus Geldmangel wurde die Dreikönigskirche 1739 ohne Turm erbaut. Erst viele Jahre später – circa 1854 – vollendete er schließlich das Gotteshaus. Heute ist der Turm weithin sichtbar. Von hier oben erlebt ihr einen traumhaften Blick auf die Dresdner Alt- und Neustadt!

Auf unserer VR-Plattform Dresden360.com könnt ihr euch schon einmal virtuell umschauen.

Ausblick Dreikoenigskirche
Der Ausblick vom Kirchturm der Dreikönigskirche bietet eine fantastische Aussicht auf die barocke Dresdner Skyline. Foto: Sandra Wächtler

2. Doppelter Genuss: Die Aussicht in Dresden Loschwitz

Wusstet ihr, dass gleich zwei Bergbahnen zu sehenswerten Aussichtspunkten fahren? Im wunderschönen Stadtteil Loschwitz schwebt ihr bequem mit der ältesten Bergschwebebahn der Welt zum Aussichtspunkt. Auf dem Plateau der Bergstation „Schöne Aussicht“ erwartet euch ein atemberaubender Panoramablick über das Dresdner Elbtal. Das Café Schwebebahn (Speisen & Getränke aktuell zum Mitnehmen), unterhalb des Aussichtsturms, lockt mit süßem Nachschub. Perfekt für eine kleine Stärkung zwischendurch.

Nur ein paar Meter weiter findet ihr die Standseilbahn, die ihre Passagiere auf den „Balkon Dresdens“ hinauffährt. Die gute Aussicht von hier oben und der leichte Wind in den Haaren können schon hungrig machen. Kein Problem! In der Ausflugsgaststätte „Luisenhof“ kommen die Geschmacksnerven voll auf ihre Kosten und das schon seit mehr als 100 Jahren.

„Schöne Aussicht“ oder der „Balkon“ Dresdens? Eure Entscheidung! Wir empfehlen euch natürlich beide zu besuchen.

Auf unserer VR-Plattform Dresden360.com könnt ihr euch schon einmal virtuell umschauen.

Die Schwebebahn in Dresden Loschwitz
Die Schwebebahn in Dresden Loschwitz bringt euch bequem zum Aussichtspunkt. Foto: Dresdner Verkehrsbetriebe

3. Ein Muss: Vom Dach der Frauenkirche die ganze Stadt überblicken

Sie ist das Wahrzeichen inmitten der barocken Kulisse: die Frauenkirche. 127 Stufen und eine sogenannte Wendelrampe führen euch hinauf in den 67 Meter hohen Turm. Der Aufstieg kann durchaus etwas anstrengend sein. Mit dem Fahrstuhl könnt ihr die erste Etappe entspannt absolvieren und Luft für den Wendelgang holen. Übrigens zogen damals Pferdegespanne die schweren Sandsteinblöcke in die Kuppel. Deswegen gibt es auch keine Stufen. Über zwei weitere Treppen geht es zur Aussichtsplattform. Oben angekommen offenbart sich euch ein faszinierender Blick in die Gassen der Altstadt. Hofkirche, Neumarkt und das Dresdner Residenzschloss liegen euch zu Füßen. Bei guter Sicht könnt ihr in der Ferne sogar die Radebeuler Weinberge sehen! 

Der Blick über die Dresdner Altstadt bei Nacht.
Der Blick über die Dresdner Altstadt bei Nacht. Foto: Sebastian Weingart (DML-BY)

Genuss über den Dächern

Den Abend genießt man in Dresden am besten über den Dächern der Stadt. Diese Rooftop-Bars in Dresden müsst ihr unbedingt besuchen.

4. Mal was anderes: Dresdens höchster Biergarten

Die Yenidze ist eines der markantesten Gebäude in Dresden. Als ehemalige Zigarettenfabrik wurde sie im Stil einer Moschee erbaut und bildet einen wunderschönen Kontrast zu den barocken Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Ein wirklich außergewöhnliches Fotomotiv!

Heute befinden sich in der Yenidze moderne Büroräume und das Kuppelrestaurant. Im Sommer öffnet das Restaurant seinen Biergarten unterhalb der farbenfrohen Glaskuppel. Der ideale Spot für einen entspannten Tagesausklang mit Blick über die Innenstadt.

Aussicht auf die Yenidze vom Kongresszentrum
Aussicht auf die Yenidze vom Kongresszentrum. Foto: Sebastian Weingart (DML-BY)

5. La dolce vita: Vom Ernemannturm Dresden Striesen überblicken

Für unseren nächsten Aussichtspunkt steigt ihr am besten in eine Straßenbahn der Linien 4 oder 10 in Richtung Striesen, eines der beliebtesten Wohnviertel Dresdens. Oder wie es die Dresdner sagen:„Willst du dein Leben genießen, nimm dein Bett und zieh nach Striesen.

Unweit der Haltestelle Pohlandplatz befinden sich der Ernemannturm der Technischen Sammlungen Dresden. Aus dem Turmcafé in der sechsten Etage habt ihr einen fantastischen Rundblick über Dresden und das Elbtal bis in die Sächsische Schweiz. Hier könnt ihr euch mit Kaffee und Kuchen stärken. Mögt ihr es lieber etwas herzhaft, dann empfehlen wir euch eine der leckeren Suppen.

6. Modern: Das Militärhistorische Museum

Nicht unbedingt ein klassischer Aussichtsspot, aber definitiv ein ungewöhnlicher. Das Militärhistorische Museum besticht mit seiner eigenwilligen Architektur und sollte in jedem Fall auf der Bucket List für euren nächsten Dresden-Besuch stehen. Schon von Weitem fällt der Keil auf, der die historische Fassade mahnend durchbricht. Sie hat genau jenen 41,1-Grad-Winkel, mit dem am 13. Februar 1945 die alliierten Bomber auf Dresdens Innenstadt zusteuerten. Und im Inneren des Keils? Da befindet sich der „Dresden Blick“ – eine Aussichtsplattform, die euch Staunen lässt.

Militaerhistorisches Museum
Militärhistorisches Museum, nach Plänen der Architekten Daniel Libeskind und HG Merz. Foto: Sven Doering / Agentur Focus

Ihr seht: Dresdens Anblick ist wunderschön – vor allem, wenn man den richtigen Blickwinkel wählt.

🙁 Aktuell sind die Dresdner Museen wegen der Corona-Pandemie noch geschlossen.

Lesen Sie auch …