Kulisse "Filmnächte am Elbufer"

Einmaliges Kinoerlebnis „Filmnächte am Elbufer“ feiern 30. Jubiläum

D ie „Filmnächte am Elbufer“ vor der berühmten Silhouette der Dresdner Altstadt gelten als schönstes Open-Air-Kino Europas. In diesem Jahr finden sie zum 30. Mal statt. Und doch muss alles deutlich kleiner ausfallen, als gewohnt.

24. Juni 2020

Die vergangenen Wochen waren äußerst arbeitsintensiv für das Team der „Filmnächte am Elbufer“. Lange war unklar, ob die Kinoabende im Herzen der Stadt aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden können. Nachdem das Gesundheitsamt Dresden das Hygienekonzept der „kleinen Filmnächte“ am 26. Mai bestätigt hat, war die Freude groß beim Veranstalter PAN GmbH. Innerhalb von nur zwei Wochen wurde die Veranstaltungsreihe organisiert.

„Filmnächte“ feiern 30. Jubiläum

Stattfinden werden die diesjährigen Filmnächte vom 25. Juni bis zum 30. August – und zwar zum 30. Mal. Mit zuletzt jährlich über 240.000 Besuchern an etwa 60 Veranstaltungstagen gelten sie als Deutschlands größtes Open-Air-Kino-Festival. Geschaut wird auf Europas größter mobiler Kinoleinwand. Und hinter ihr versucht sich die berühmte Silhouette der Dresdner Altstadt ins Blickfeld zu strecken. Kaum verwunderlich also, dass die „Filmnächte am Elbufer“ als schönstes Open-Air-Kino Europa gelten. Hätten sie nicht stattfinden können – insbesondere in diesem Jubiläumsjahr – hätte das zweifelsohne nicht nur der Veranstalter emotional getroffen.

„Es wird wirtschaftlich ein schwieriges Jahr.“
sagt Geschäftsführer Johannes Vittinghoff

Wenngleich es also viel Grund zur Freude gibt, wird in diesem Jahr einiges anders. Die Sitzplätze wurden drastisch reduziert: 972 Gäste werden jeden Abend Filmklassiker und Neuproduktionen schauen können – das entspricht nur einem Viertel der üblichen Zuschauerkapazität. Die sonst üblichen mobilen Aufbauten wird es in diesem Jahr nicht geben. Und während das Familienkino und alle Kleinkunstveranstaltungen (u. a. die Dresdner Kurzfilmnacht am 17. Juli und das Comedyslam Battle Royal #5 am 18. Juli) stattfinden können, mussten alle Großkonzerte abgesagt werden. Die Band „Die Toten Hosen“ hat ihre komplette Tournee bereits abgesagt. Auf 2021 verschoben werden konnten bisher die Konzerte von Kaisermania, Silbermond, Mark Forster und den Broilers, wie der Veranstalter informiert. „Es wird ein wirtschaftlich schwieriges Jahr“, sagt Geschäftsführer Johannes Vittinghoff. Man habe die Hoffnung, Verluste im kommenden Jahr wieder ausgleichen zu können: „Wir stehen in regem Austausch mit der Stadt Dresden, ob eine Verlängerung der Filmnächte sowie eine Ausweitung der Konzert-Kapazität für die Saison 2021 möglich ist“, so Vittinghoff weiter.

Buntes Programm mit einigen Highlights

Unverändert bunt wird das Programm sein. Eröffnet werden die „Filmnächte am Elbufer“ am Donnerstag mit dem vielfach ausgezeichneten biografischen Filmdrama „Bohemian Rhapsody“, das die Geschichte Freddie Mercurys von der Gründung der Band Queen bis zum Auftritt bei Live Aid sechs Jahre vor seinem Tod behandelt. In den darauffolgenden Tagen werden Filme wie

  • die Musikkomödie „Mamma Mia! Der Film“,
  • der Dokumentarfilm „Das geheime Leben der Bäume“,
  • das US-amerikanische Historiendrama „Little Women“ nach dem gleichnamigen Roman von Louisa May Alcott,
  • „Der Junge muss an die frische Luft“ nach einem Bestseller von Hape Kerkeling,
  • Klassiker wie „The Big Lebowski“ oder
  • Der Udo Lindenberg-Film „Lindenberg! Mach dein Ding!“ gezeigt.

Im Familienkino werden unter anderem „Trolls 2“, „Pünktchen und Anton“, „Dora und die goldene Stadt“ sowie Michael Endes „Momo“ zu sehen sein.

Neben dem regulären Filmprogramm hat das Filmnächte-Team bereits über zwei weitere Highlights informiert: So wird die Dresdner Philharmonie im Juli ein viertägiges Gastspiel am Elbufer geben (9. bis 12. Juli) und auch die Dresdner Mitsingzentrale (31. Juli) und der Comedyslam Royal (18. Juli) werden ihre Stammsitze Scheune und Schauburg verlassen, um für beste Unterhaltung bei der 30. Edition der „Filmnächte am Elbufer“ zu sorgen.

Das aktuelle Programm ist hier gelistet.

Besucherinformationen kurz & knapp

  • 970 Zuschauerplätze; Zwischen jedem Stuhlpaar gibt es einen Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist während des Besuchs Pflicht. Während der Vorführungen kann diese abgenommen werden.
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Gästen und zu den Mitarbeitern ist einzuhalten.
  • Nur bargeldlose Bezahlung
  • keine Abendkasse, Tickets müssen vorher im Online-Verkauf erworben werden
  • Einlass 1 Stunde vor Filmbeginn
  • auf individuelle Sitzplatzwünsche kann in diesem Jahr nicht eingegangen werden
  • Preiserhöhung um 50 Cent pro Ticket
  • kein Decken- und Sitzkissen-Verleih, diese sind selbst mitzubringen