Zum 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Künstlerin präsentiert das Albertinum Bilder von Paula Modersohn-Becker – zusammen mit Werken von Edvard Munch.
Die Paula-Modersohn-Becker-Ausstellung im Albertinum läutet das Kunstjahr 2026 in Dresden ein. Zum 150. Geburtstag der in Dresden-Friedrichstadt geborenen Malerin zeigt das Haus die Schau „Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“ – eine Dialogausstellung in Kooperation mit dem Munch Museum Oslo. Dabei begegnen sich zwei Ausnahmekünstler des frühen 20. Jahrhunderts auf besondere Weise: Thematisch kreisen ihre Werke um Geburt, Liebe, Krankheit und Tod – Themen, die sich in eindringlichen Bildern verdichten.
Paula Modersohn-Becker (1876–1907) hinterließ ein wegweisendes Werk, obwohl sie zu Lebzeiten weitgehend verkannt blieb und lediglich fünf Bilder verkaufte. Und doch sprengte sie früh gesellschaftliche und künstlerische Grenzen. Als eine der ersten Frauen verschrieb sie sich kompromisslos der Kunst – und das in einer Zeit, in der Frauen sich den Zugang zu Akademien noch hart erkämpfen mussten.
In Dresden geboren, wuchs sie später in Bremen auf, besuchte dort Zeichenklassen, unter anderem beim Verein der Berliner Künstlerinnen, und fand schließlich in der Künstlerkolonie Worpswede einen prägenden Austausch. Hier entstanden enge Freundschaften, etwa mit Rainer Maria Rilke. Hier lernte sie auch Otto Modersohn kennen, Landschaftsmaler und Gründungsmitglied der Künstlerkolonie Worpswede, den sie 1901 heiratete.
Gleichzeitig wurde Paris zu ihrem entscheidenden Sprungbrett. An der Académie Colarossi studierte sie die Werke von Cézanne, Gauguin und van Gogh – und fand dabei zu einer eigenen künstlerischen Sprache. Nicht als „Frau an der Staffelei“, sondern als Malerin mit unverwechselbarem Blick.
In der Paula-Modersohn-Becker-Ausstellung in Dresden wird spürbar, wie radikal sie traditionelle Rollenbilder hinterfragte. Ihre Akte sind keine idealisierten Venus-Allegorien, sondern zeigen reale, selbstbewusste Körper. So malte sie sich 1906 nackt mit Bernsteinkette und leicht gerundetem Bauch – das erste bekannte weibliche Selbstaktbild der Kunstgeschichte. Kurz nach der Geburt ihrer Tochter starb Paula Modersohn-Becker 1907 im Alter von nur 31 Jahren an einer Embolie.
Der norwegische Zeitgenosse Edvard Munch (1863–1944) begegnet ihr in dieser Ausstellung auf Augenhöhe. Zwar trafen sich die beiden Künstler persönlich nie, doch ihre Kunst sucht ähnliche Antworten. Denn beide fragen danach, wie sich das Menschliche zeigen lässt – mit all seiner Angst, Trauer, seinem Trost und seiner Hoffnung.
Nicht ohne Grund gelten Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch als Wegbereiter des Expressionismus. Entsprechend ist die Ausstellung keine bloße Retrospektive, sondern ein klug kuratierter Dialog. Sie lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die „großen Fragen des Lebens“ bildlich zu durchwandern.
Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens
8. Februar bis 31. Mai 2026
Albertinum, Tzschirnerplatz 2, 01067 Dresden
Tickets 14 Euro, erm. 10,50 Euro
Die Ausstellung wird begleitet von Diskussionsrunden (Live Talks) im Albertinum und einer Filmreihe im Programmkino Ost.
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Zum 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Künstlerin präsentiert das Albertinum Bilder von Paula Modersohn-Becker – zusammen mit Werken von Edvard Munch.
Die Paula-Modersohn-Becker-Ausstellung im Albertinum läutet das Kunstjahr 2026 in Dresden ein. Zum 150. Geburtstag der in Dresden-Friedrichstadt geborenen Malerin zeigt das Haus die Schau „Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“ – eine Dialogausstellung in Kooperation mit dem Munch Museum Oslo. Dabei begegnen sich zwei Ausnahmekünstler des frühen 20. Jahrhunderts auf besondere Weise: Thematisch kreisen ihre Werke um Geburt, Liebe, Krankheit und Tod – Themen, die sich in eindringlichen Bildern verdichten.
Paula Modersohn-Becker: Gegen jede Konvention
Paula Modersohn-Becker (1876–1907) hinterließ ein wegweisendes Werk, obwohl sie zu Lebzeiten weitgehend verkannt blieb und lediglich fünf Bilder verkaufte. Und doch sprengte sie früh gesellschaftliche und künstlerische Grenzen. Als eine der ersten Frauen verschrieb sie sich kompromisslos der Kunst – und das in einer Zeit, in der Frauen sich den Zugang zu Akademien noch hart erkämpfen mussten.
In Dresden geboren, wuchs sie später in Bremen auf, besuchte dort Zeichenklassen, unter anderem beim Verein der Berliner Künstlerinnen, und fand schließlich in der Künstlerkolonie Worpswede einen prägenden Austausch. Hier entstanden enge Freundschaften, etwa mit Rainer Maria Rilke. Hier lernte sie auch Otto Modersohn kennen, Landschaftsmaler und Gründungsmitglied der Künstlerkolonie Worpswede, den sie 1901 heiratete.
Gleichzeitig wurde Paris zu ihrem entscheidenden Sprungbrett. An der Académie Colarossi studierte sie die Werke von Cézanne, Gauguin und van Gogh – und fand dabei zu einer eigenen künstlerischen Sprache. Nicht als „Frau an der Staffelei“, sondern als Malerin mit unverwechselbarem Blick.
In der Paula-Modersohn-Becker-Ausstellung in Dresden wird spürbar, wie radikal sie traditionelle Rollenbilder hinterfragte. Ihre Akte sind keine idealisierten Venus-Allegorien, sondern zeigen reale, selbstbewusste Körper. So malte sie sich 1906 nackt mit Bernsteinkette und leicht gerundetem Bauch – das erste bekannte weibliche Selbstaktbild der Kunstgeschichte. Kurz nach der Geburt ihrer Tochter starb Paula Modersohn-Becker 1907 im Alter von nur 31 Jahren an einer Embolie.
Klug kuratierter Dialog
Der norwegische Zeitgenosse Edvard Munch (1863–1944) begegnet ihr in dieser Ausstellung auf Augenhöhe. Zwar trafen sich die beiden Künstler persönlich nie, doch ihre Kunst sucht ähnliche Antworten. Denn beide fragen danach, wie sich das Menschliche zeigen lässt – mit all seiner Angst, Trauer, seinem Trost und seiner Hoffnung.
Nicht ohne Grund gelten Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch als Wegbereiter des Expressionismus. Entsprechend ist die Ausstellung keine bloße Retrospektive, sondern ein klug kuratierter Dialog. Sie lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die „großen Fragen des Lebens“ bildlich zu durchwandern.
Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens
8. Februar bis 31. Mai 2026
Albertinum, Tzschirnerplatz 2, 01067 Dresden
Tickets 14 Euro, erm. 10,50 Euro
Die Ausstellung wird begleitet von Diskussionsrunden (Live Talks) im Albertinum und einer Filmreihe im Programmkino Ost.
Alle Informationen unter albertinum/skd museum