Das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal befindet sich am Dresdner Theaterplatz mit Blick auf die Semperoper. Bis heute erinnert es an den Komponisten Carl Maria von Weber, dessen Musik an der Semperoper regelmäßig aufgeführt wird. Foto: Michael R. Hennig (DML-BY)
Vor 200 Jahren starb Carl Maria von Weber, Komponist, Dirigent, aber vor allem Visionär. In Dresden prägte er die Oper und schuf mit dem „Freischütz“ ein Werk, das Generationen inspirierte.
Für den Komponisten und Dirigenten Carl Maria von Weber warDresden weit mehr als eine biografische Station. Vielmehr war die Stadt an der Elbe der Ort, an dem der Komponist die deutsche Oper neu dachte, musikalische Maßstäbe setzte und ein kulturelles Erbe hinterließ, das bis heute wirkt. Dresden feiert den 200. Todestag des Musikers mit einem bunten Reigen an Veranstaltungen.
Vom Wunderkind zum königlich-sächsischen Kapellmeister
Carl Maria von Weber wurde am 18. November 1786 in Eutin geboren. Als Sohn eines Theaterdirektors kam er früh mit Musik und Bühne in Berührung. Schon als Kind reiste er mit seiner Familie durch Europa und lernte unterschiedliche musikalische Traditionen kennen. Seine bedeutendste Wirkungsstätte fand Weber jedoch in Dresden. Im Jahr 1817 wurde er zum königlich-sächsischen Kapellmeister und Direktor der deutschen Oper berufen und ließ sich an der Elbe nieder. Dresden zählte damals bereits zu den führenden Musikmetropolen Europas.
Carl Maria von Weber und die deutsche Oper
‚Der Freischütz‘, eine romantische Oper von Carl Maria von Weber und eines der populärsten Werke der deutschen Opernliteratur, gehört seit Jahren in den Spielplan der Felsenbühne Rathen. Foto: Martin Krok (DML-BY)
Als Weber nach Dresden kam, dominierte die italienische Oper den Spielplan. Deutsche Werke spielten kaum eine Rolle. Genau an diesem Punkt setzte Carl Maria von Weber in Dresden an, denn sein erklärtes Ziel war es, eine eigenständige deutsche Oper zu etablieren und langfristig im Musikleben zu verankern. Zwischen 1817 und 1820 entstand in Dresden sein berühmtestes Werk: „Der Freischütz“. Mit volksliedhaften Melodien, Chören sowie eindrucksvollen Natur- und Jagdszenen traf die Oper den Nerv der Zeit. Zudem gilt „Der Freischütz“ bis heute als revolutionäres und richtungsweisendes Werk der deutschen Romantik.
Insgesamt wirkte Carl Maria von Weber ganze zehn Jahre in Dresden – als Komponist, Pianist, Dirigent und Königlicher Kapellmeister. Mit Opern wie Der Freischütz, aber auch Euryanthe und Oberon machte Carl Maria von Weber die Stadt endgültig zu einem Zentrum der deutschen Romantik und beeinflusste zahlreiche Komponisten nach ihm.
Einfluss auf Richard Wagner und letzte Ruhestätte in Dresden
Carl Maria von Weber verstarb am 5. Juni 1826 in London und wurde zunächst in der katholischen Kirche St. Mary Moorfields beigesetzt. Auf Initiative Richard Wagners wurde sein Sarg 1844 nach Dresden überführt und hier feierlich bestattet. Foto: Michael R. Hennig (DML-BY)
Zu den größten Bewunderern Webers zählte Richard Wagner, der später ebenfalls in Dresden lebte und arbeitete. Er sah in Weber den geistigen Ahnherrn seines eigenen Schaffens. Auf seine Initiative hin wurden Webers sterbliche Überreste aus London nach Dresden überführt. Zuvor hatte der Komponist dort im Jahr 1826, bereits schwer von Tuberkulose gezeichnet, seine Oper „Oberon” zur Uraufführung gebracht – mit überwältigendem Erfolg. Kurz darauf starb er.
Heute ruht Carl Maria von Weber auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstadt. Damit ist der Ort bis heute ein stilles Zeugnis der Musikgeschichte Dresdens und zieht nicht nur Musikliebhaber an.
Orte in Dresden, die an Carl Maria von Weber erinnern
Der Konzertsaal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden begeistert mit exzellenter Akustik und über 400 Konzerten jährlich. Foto: Michael R. Hennig (DML-BY)
Auch heute ist Carl Maria von Weber in Dresden an vielen Orten präsent. Wer sich auf seine Spuren begibt, entdeckt Museen, Kulturinstitutionen und Erinnerungsorte im gesamten Stadtgebiet.
Das Kügelgenhaus: In der einstigen Wohnung des Malers Gerhard von Kügelgen trafen sich regelmäßig Musiker, Autoren und Literaten. Auch Carl Maria von Weber war hier häufig zu Gast. Heute befindet sich in den ehemaligen Wohnräumen das Museum der Dresdner Romantik. Zum 200. Todestag von Carl Maria von Weber präsentiert das Kügelgenhaus Konzerte, Vorträge und Lesungen.
Carl-Maria-von-Weber-Denkmal am Theaterplatz: Das von Ernst Rietschel geschaffene Carl-Maria-von-Weber-Denkmal wurde 1861 enthüllt. Nach mehreren Standortwechseln steht es seit den 1950er-Jahren amTheaterplatz 2direkt gegenüber der Semperoper, wo Webers Musik bis heute aufgeführt wird.
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden: Mitten in der Innenstadt trägt die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden seinen Namen weiter. Sie zählt nicht nur zu den renommiertesten Musikhochschulen Deutschlands, sondern steht auch sinnbildlich für Webers Anspruch an musikalische Exzellenz und Ausbildung. Der Konzertsaal der Hochschule ist bis heute ein wichtiger Veranstaltungsort.
Carl-Maria-von-Weber-Museum in Hosterwitz: Ein besonders authentischer Erinnerungsort ist das Carl-Maria-von-Weber-Museum im Stadtteil Hosterwitz, dem ehemaligen Sommerwohnsitz des Komponisten. Das Museum zeigt persönliche Gegenstände, Handschriften und Dokumente aus seinem Leben. Derzeit ist das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen, jedoch lassen sich die Räume auch virtuell in einem 3D-Rundgang besichtigen.
Carl-Maria-von-Weber-Museum zeigt den Sihouettenfilm „Komponieren beim Spazieren“ über die Entstehung der Oper „Der Freischütz“
Carl Maria von Weber im Jubiläumsjahr: Veranstaltungen
Dresden feiert den 200. Todestag von Carl Maria von Weber 2026 mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen sowie Ausstellungen und Lesungen. Gäste können sich auf ein vielfältiges Programm mit Werken des Romantik-Pioniers an historischen Orten freuen. Highlights sind unter anderem die Aufführung von „Der Freischütz“ auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz an mehreren Terminen im Juni und August, Sonderaufführungen in derSemperopersowie Jubiläumskonzerte mit international renommierten Orchestern.
Alle Termine im Überblick
Alle Veranstaltungen, Konzerte und Termine sind auf der Landingpage visit-dresden-elbland.de/weber zu finden. Dort finden sich auch Tipps und Routen für Spaziergänge auf Webers Spuren durch Dresden.
Dresden hat eine lange Trickfilmtradition. Bis zur Wende hatte hier das DEFA-Studio für Trickfilme seinen Sitz, damals das größte Studio…
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Vor 200 Jahren starb Carl Maria von Weber, Komponist, Dirigent, aber vor allem Visionär. In Dresden prägte er die Oper und schuf mit dem „Freischütz“ ein Werk, das Generationen inspirierte.
Für den Komponisten und Dirigenten Carl Maria von Weber war Dresden weit mehr als eine biografische Station. Vielmehr war die Stadt an der Elbe der Ort, an dem der Komponist die deutsche Oper neu dachte, musikalische Maßstäbe setzte und ein kulturelles Erbe hinterließ, das bis heute wirkt. Dresden feiert den 200. Todestag des Musikers mit einem bunten Reigen an Veranstaltungen.
Vom Wunderkind zum königlich-sächsischen Kapellmeister
Carl Maria von Weber wurde am 18. November 1786 in Eutin geboren. Als Sohn eines Theaterdirektors kam er früh mit Musik und Bühne in Berührung. Schon als Kind reiste er mit seiner Familie durch Europa und lernte unterschiedliche musikalische Traditionen kennen. Seine bedeutendste Wirkungsstätte fand Weber jedoch in Dresden. Im Jahr 1817 wurde er zum königlich-sächsischen Kapellmeister und Direktor der deutschen Oper berufen und ließ sich an der Elbe nieder. Dresden zählte damals bereits zu den führenden Musikmetropolen Europas.
Carl Maria von Weber und die deutsche Oper
Als Weber nach Dresden kam, dominierte die italienische Oper den Spielplan. Deutsche Werke spielten kaum eine Rolle. Genau an diesem Punkt setzte Carl Maria von Weber in Dresden an, denn sein erklärtes Ziel war es, eine eigenständige deutsche Oper zu etablieren und langfristig im Musikleben zu verankern. Zwischen 1817 und 1820 entstand in Dresden sein berühmtestes Werk: „Der Freischütz“. Mit volksliedhaften Melodien, Chören sowie eindrucksvollen Natur- und Jagdszenen traf die Oper den Nerv der Zeit. Zudem gilt „Der Freischütz“ bis heute als revolutionäres und richtungsweisendes Werk der deutschen Romantik.
Insgesamt wirkte Carl Maria von Weber ganze zehn Jahre in Dresden – als Komponist, Pianist, Dirigent und Königlicher Kapellmeister. Mit Opern wie Der Freischütz, aber auch Euryanthe und Oberon machte Carl Maria von Weber die Stadt endgültig zu einem Zentrum der deutschen Romantik und beeinflusste zahlreiche Komponisten nach ihm.
Einfluss auf Richard Wagner und letzte Ruhestätte in Dresden
Zu den größten Bewunderern Webers zählte Richard Wagner, der später ebenfalls in Dresden lebte und arbeitete. Er sah in Weber den geistigen Ahnherrn seines eigenen Schaffens. Auf seine Initiative hin wurden Webers sterbliche Überreste aus London nach Dresden überführt. Zuvor hatte der Komponist dort im Jahr 1826, bereits schwer von Tuberkulose gezeichnet, seine Oper „Oberon” zur Uraufführung gebracht – mit überwältigendem Erfolg. Kurz darauf starb er.
Heute ruht Carl Maria von Weber auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstadt. Damit ist der Ort bis heute ein stilles Zeugnis der Musikgeschichte Dresdens und zieht nicht nur Musikliebhaber an.
Orte in Dresden, die an Carl Maria von Weber erinnern
Auch heute ist Carl Maria von Weber in Dresden an vielen Orten präsent. Wer sich auf seine Spuren begibt, entdeckt Museen, Kulturinstitutionen und Erinnerungsorte im gesamten Stadtgebiet.
Einen spannenden Einblick in die heutige Museumsarbeit gibt dieser Silhouettenfilm über Carl Maria von Weber, der gleichzeitig auch die Trickfilmtradition in Dresden würdigt.
Silhouettenfilm ehrt Komponisten Carl Maria von Weber
Carl-Maria-von-Weber-Museum zeigt den Sihouettenfilm „Komponieren beim Spazieren“ über die Entstehung der Oper „Der Freischütz“
Carl Maria von Weber im Jubiläumsjahr: Veranstaltungen
Dresden feiert den 200. Todestag von Carl Maria von Weber 2026 mit zahlreichen Konzerten, Opernaufführungen sowie Ausstellungen und Lesungen. Gäste können sich auf ein vielfältiges Programm mit Werken des Romantik-Pioniers an historischen Orten freuen. Highlights sind unter anderem die Aufführung von „Der Freischütz“ auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz an mehreren Terminen im Juni und August, Sonderaufführungen in der Semperoper sowie Jubiläumskonzerte mit international renommierten Orchestern.
Alle Termine im Überblick
Alle Veranstaltungen, Konzerte und Termine sind auf der Landingpage visit-dresden-elbland.de/weber zu finden. Dort finden sich auch Tipps und Routen für Spaziergänge auf Webers Spuren durch Dresden.
Lesen Sie auch …
Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ wurde vor knapp 200 Jahren uraufgeführt. Jetzt hat die Oper eine Würdigung in einem…
Dresden hat eine lange Trickfilmtradition. Bis zur Wende hatte hier das DEFA-Studio für Trickfilme seinen Sitz, damals das größte Studio…