Freizeit & Familie

10 Dinge, die…

Neuankömmlinge in Dresden unternehmen sollten

Sven Döring (DML-BY)

Du bist neu in Dresden, ob für das Studium, den Traumjob oder die Liebe hergezogen – herzlich willkommen! Vielleicht fühlst du dich noch ein wenig fremd, aber sei sicher: Schon bald werden dich die barocke Altstadt, die urbane Neustadt und das grüne Elbufer in seinen Bann ziehen. Hier kommen zehn Tipps, die den Neustart verschönern und dich ruck zuck in einen waschechten Dresdner verwandeln.

Die Kuppel der Frauenkirche erklimmen

Freunde machen ein Selfie auf der Kuppel der Frauenkirche
© Oliver Killig

Zwar ist die Frauenkirche selbst schon ein künstlerisches Prunkstück, aber der Ausblick, welchen man von ihrer Aussichtsplattform erhaschen kann, ist ein malerisches Meisterwerk. Nachdem der Aufzug nahe Eingang G einen die erste Höhenetappe hat überwinden lassen, trennen einen noch weitere 127 Stufen vom Ziel. Aber Achtung: Die 14% Steigung ist nicht ganz ohne. Für den Blick aus 67 Metern über Dresden lohnt sich das Ganze aber allemal!

Beim Nachtskaten mitmischen

© Dresdner Nachtskaten

Die verrückteste Stadtrundfahrt Dresdens steigt im Sommer nachts und auf Rollen. Beim Nachtskaten kommen Sportsfreunde in den Genuss auf Inline Skates, Rollschuhen oder leuchtenden Handbikes die Stadt zu erkunden. Dabei stehen immer andere Routen auf der Agenda. Muss man mal gemacht haben!

Die Pillnitzer Kamelie zur Blütezeit besichtigen

In den warmen Monaten braucht die Pillnitzer Kamelie ihr schützendes Glashaus nicht. © Sylvio Dittrich

Unter einer gläsernen Schutzkuppel im Pillnitzer Schlosspark wächst und gedeiht eine der ältesten Kamelien Europas. Weit über 230 Jahre alt, ist die Herkunft der Pflanze sowohl Botanikern als auch Historikern immer noch ein Rätsel. Der Legende nach brachte der Botaniker Karl Peter Thunberg vier Kamelienpflanzen von seiner Japanreise 1779 mit in die königlich-botanischen Gärten Kew bei London. Eine der Pflanzen soll später nach Pillnitz umgezogen sein. Damit wäre die Pillnitzer Kamelie die einzige überlebende Pflanze. Auch wenn der Ursprung der Pflanze seit jeher ein Mysterium ist – ihre 35.000 Blüten verzaubern von Mitte Februar bis April einfach jeden.

Die Sixtinische Madonna bewundern

August III. war auch ein großer Kunstkenner. 1754 erwarb er Raffaels „Sixtinische Madonna“, eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Renaissance. Das Marienbildnis entstand in den Jahren 1512 und 1513. Heute befindet es sich in der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. © Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Foto: D. Pinzer

In der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Semperbau des Zwingers hängt eines der bedeutsamsten Werke der italienischen Hochrenaissance: Die Sixtinische Madonna. Erschaffen wurde das Gemälde 1512 von niemand geringerem als Raffael, einem strahlenden Stern am Himmel der italienischen Kunstgeschichte. Sowohl Kulturliebhaber als auch -banausen sollten das Original besucht haben.

Grillen am Rosengarten

Dresden Rosengarten Statue
© Foto: X-Weinzar – Eigenes Werk (Taken by myself), CC BY-SA 2.5, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=4284432

Das Neustädter Elbufer ist ein besonders beliebtes Fleckchen Erde unter Dresdnern. Hier wird im Sommer gepicknickt, kühle Radler vernichtet und mit Blick auf die Silhouette verliebt sich jeder Dresden-Frischling direkt in die Stadt. Auch typisch fürs Elbufer: Ein brutzelnder Grill – natürlich am ausgewiesenen Grillplatz am Rosengarten. Hier lässt es sich wunderbar aushalten!

Ein Besuch in der Semperoper

Einmal im Jahr tanzt ganz Dresden beim Semperopernball im Dreivierteltakt. Einen Opern- oder Ballettabend solltet ihr euch aber nicht entgehen lassen! © Semperopernball // Michael Schmidt

Ein Besuch der Semperoper ist für ein Dresdner Greenhorn Pflicht! Im Opernhaus am Theaterplatz sind unter anderem die Sächsische Staatskapelle und das Semperoper-Ballett zu Hause. Bereits im 19. Jahrhundert erlangte das Bauwerk Berühmtheit als eines der schönsten Theater in ganz Europa. Hier brachte Richard Wagner seinen Fliegenden Holländer zur Uraufführung und wurde königlicher Kapellmeister. Heute zählt die Semperoper zu den schönsten Opernhäusern der Welt.

Montags im Rosis feiern

© Rosis Amüsierlokal

Zwar geht im Rosis Amüsierlokal auch am Freitag und Samstag die Post ab, aber montags brennt hier die Hütte. Dann ist hier Studententag – mit Geldbeutel schonenden Getränkepreisen. Nach dem Vorbild des Hamburger Kiez sorgen hier Astra und Rockabilly-Charme für echtes Reeperbahn Flair. Ob Student oder nicht: Jeder Dresdner sollte mindestens eine durchzechte Nacht im Rosis mitgemacht haben.

Eine Eierschecke probieren

Typisch Dresden: Die Eierschecke © Merle Bohlen

Eier, Vanillepudding, Quark, Butter, Zucker, Mehl und Milch – das sind die essentiellen Zutaten für eine original Dresdner Eierschecke. Die Rezeptur wird Dresdnern bereits mit der Muttermilch eingeflößt.  Kein Wunder, denn die Küchenspezialität erinnert geschmacklich an ein Stückchen Himmel.  Über die beste Eierschecke der Stadt wird seit jeher gestritten. Hier hat jeder Dresdner seinen eigenen Favoriten. Aber probiert euch doch ruhig selbst durch die Eierschecke-Manufakturen der Stadt, um am Ende eure Nummer Eins zu küren.

Eine Fahrt mit den historischen Bergbahnen

Foto: Michael R. Hennig

Seit mehr als 100 Jahren quälen sie sich den Berg hinauf, vom wunderschönen Ortsteil Loschwitz am Blauen Wunder hinauf zum Weißen Hirsch und Oberloschwitz: Die Standseil- & Schwebebahn der Dresdner Verkehrsbetriebe. Bis heute in ihrer Bauart einzigartig lassen sie euch einen unvergleichlichen Blick über das Elbtal erhaschen. Oben angekommen laden mehrere Cafés & Restaurants ein, um den Tag entspannt bei einem Latte Macchiato oder eine Tasse Tee ausklingen zu lassen. La dolce vita.

Ein Besuch bei Dynamo Dresden

© Florian Kneffel

Bratwurst, Bier und Budenzauber – mit diesem dreifachen B lockt Doppel D ins Stadion. Egal ob Ultra oder Neuling, ein Besuch beim Schwarz-Gelben Zweitligisten lohnt sich allein schon für die ausgelassene Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion. An ausverkauften Spieltagen bringen hier 32.145 Menschen die Stimmung zum Kochen.

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