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Deutschlands jüngster Bergschwebebahn-Chef: Markus Dorschner fährt die Schwebebahn Dresden

Teil 3 unserer Serie: Die Traditionsmacher

Schwebebahn Dresden
As jüngster Betriebsleiter seines Metiers in ganz Deutschland weiß Markus Dorschner: „Ich muss mir den Respekt von den Menschen, die mit mir ­arbeiten, verdienen.“

Historisches Wissen und Können zu bewahren, war Dresden schon immer wichtig. Doch anstatt Traditionen lediglich zu konservieren, entwickelt heute eine neue Generation das Erbe ihrer Stadt weiter. Wir stellen junge Dresdnerinnen und Dresdner vor, die mit Leidenschaft ein altes Handwerk praktizieren – und zwischen Vergangenheit und Zukunft eine Brücke schlagen.

Das, was Markus Dorschner beruflich macht, ist aus mehrerlei Hinsicht besonders. Wo nur beginnen? Vielleicht damit, dass er Betriebsleiter einer Bergschwebebahn ist. Wer kann das schon von sich behaupten? Hinzu kommt, dass eben diese Bergschwebebahn die älteste der Welt ist. Und zudem einzigartig in ihrer Art. Und als wäre das nicht schon genug, ist Markus Dorschner auch erst 26 Jahre alt, was ihm zum jüngster Betriebsleiter seines Metiers in ganz Deutschland macht.

Die Schwebebahn Dresden – ein beispielhaftes Werk deutscher Konstruktionskunst

Die Schwebebahn in Dresden Loschwitz
Die Schwebebahn in Dresden Loschwitz bringt euch bequem zum Aussichtspunkt. © Dresdner Verkehrsbetriebe

Seit seiner Kindheit ist der gebürtige Oberfranke von Seilbahnen fasziniert. Zum Maschinenbaustudium kam er nach Dresden und blieb. Heute ist er für den Betriebsablauf der Bergbahnen verantwortlich, die seit 1901 den Stadtteil Loschwitz mit den Höhenlagen von Oberloschwitz nahe des Blauen Wunders verbinden.

Die Schwebebahn ist ein beispielhaftes Werk deutscher Konstruktionskunst. Dass ihr weder die Zeit, noch die Höhen und Tiefen der Geschichte etwas anhaben konnten, grenzt nahezu an ein Wunder. Nur kleine technische Anpassungen waren seit 1901 von Nöten. Im Großen und Granzen hat sich die Schwebebahn nur wenig verändert. Damit das auch noch möglichst lange so bleibt, darum kümmert sich Markus Dorschner.

Die Fahrt mit der Schwebebahn ist ein Highlight – die Aussicht aber auch

Wer einmal mit der Schwebebahn Dresden fahren möchte, kommt zur Pillnitzer Landstraße 5. Hier befindet sich die Talstation der Bahn. Auf der 274 Meter langen Strecke geht es knapp 85 Meter in die Höhe. Aber keine Sorge, schlecht kann einem nicht werden – zumindest nicht aufgrund der Geschwindigkeit: Die Schwebebahn fährt entspannte 6 km/h.

An der Bergstation angekommen, wartet ein toller Panoramablick auf das Dresdner Elbtal, der im Volksmund auch „Schöne Aussicht“ genannt wird. Das Café Schwebebahn hält heiße und kalte Erfrischungen sowie Snacks parat.

Lohnenswert ist auch die Ausstellung im Maschinenhaus, die über die Technik der Schwebebahn und ihre Geschichte informiert. Die Aussichtsplattform sowie die Technikausstellung sind täglich während der Betriebszeiten der Schwebebahn geöffnet.

Wer etwas Zeit hat, kann sich auf den halbsstündigen Rundweg begeben und Oberloschwitz erkunden. Der Kultur-Rundgang führt vorbei an kulturhistorisch und architektonisch interessanten Plätzen, herrschaftliche Anwesen, Villen und Weinberghäusern.

Wer seinen Spaziergang besonders spannungsvoll gestalten möchte, kann sich auf Geocaching-Tour begeben – die moderne Variante der Schnitzeljagd. Koordinaten leiten von der Schwebebahn zur benachbarten Standseilbahn. Doch wer dorthin gelangen möchte, muss immer wieder kleine Rätsel lösen. Die Belohnung: Ein Schatz.  

Hier klicken für mehr Informationen zur Geocaching-Tour.

Schwebebahn Dresden: Öffnungszeiten, Fahrplan und Preise

Öffnungszeiten: Die Schwebebahn Dresden ist ganzjährig geöffnet.

  • Winter (1. November 2021 – 1. April 2022) von 10–18 Uhr
  • Sommer (2. April 2022 – 31. Oktober 2022)von 9:30–20 Uhr.

Fahrplan: Die Schwebebahn verkehrt täglich zwischen der Talstation „Körnerplatz“ und der Bergstation „Oberloschwitz“. Den gesamten Fahrplan findet ihr auf der Webseite der Dresdner Verkehrsbetriebe.

Tickets: Eine Berg- und Talfahrt kostet 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro

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Teil 1 unserer Serie: Die Traditionsmacher

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