Firma Senorics

Dresdner Start-ups SENORICS entwickelt Mini-Sensoren mit Superman-Kräften

S uperman ist ein Comic-Held, der seit den 1930er-Jahren die Herzen von Kindern und Junggebliebenen erwärmt. Der Mann vom Planeten Krypton kann fliegen, Bösewichte zerquetschen und auf einen Blick erkennen, was in den Dingen steckt. Das kann sonst keiner. Wirklich nicht?

11. Juni 2020

Superpower für alle

Die Dresdner Wissenschaftler des Start-ups Senorics haben eine Technik entwickelt, die den Superblick für alle möglich macht. Der funktioniert mit neu entwickelten organischen Sensoren im Miniformat. Die werden auf einen Gegenstand gehalten und erkennen mithilfe der Nahinfrarotspektroskopie, einem Messverfahren, den optischen Fingerabdruck eines jeden organischen Bestandteils unbarmherzig. Anschließend werden die Informationen live in einer Datenbank analysiert und liefern die exakten Bestandteile aufs Handydisplay.

Firma Senorics
Die organischen Sensoren im Miniformat werden auf einen Gegenstand gehalten und erkennen jeden Bestandteil.

Die Wirtschaft hat großes Interesse an den kleinen Sensoren

Bisher sind Spektroskopie-Geräte für solch eine Analyse gigantisch groß und teuer. „Was unsere Sensoren auszeichnet, ist ihre sehr geringe Größe, ihre preiswerte Herstellung und ihre Analysefähigkeit – all das zusammen gibt es so nicht auf dem Markt“, sagt Dr. Ronny Timmreck (Foto). Der gebürtige Dresdner ist Mitgründer und Geschäftsführer von Senorics, das 2017 an der TU Dresden ausgegründet worden ist.

Senorics hat von regionaler Wirtschaftsförderung proftieren können. Nun rollen die mittlerweile 35 Mitarbeiter den neuen Markt für kleine alltagstaugliche Analysegeräte auf. Mögliche Kunden sind Lebensmittelunternehmen, Industrieproduzenten oder Händler – also alle, die schnell und zuverlässig wissen wollen, was sich in Flüssigkeiten, Feststoffen oder Stäuben verbirgt. Möglich macht’s der Superblick für alle.