Kultur

Alphonzo: „Dresdens Musikszene hat so viel zu bieten“

Der Dresdner Rapper im Interview über seine Heimat, Wurzeln und Wünsche

Gesicht von Rapper Alphonzo vor einem schwarzen Hintergrund

In unserer Reihe „So klingt Dresden“ plaudern Musik-Newbies aus dem Nähkästchen und erzählen, warum Dresden mehr ist als nur Semperoper und klassische Musik. Heute im Gespräch: Alphonzo.

Die Semperoper und die klassische Musik prägen das Image Dresdens. Doch der Sound der Stadt ist vielfältiger. Daher sprechen wir heute mit Alphonzo. Aufgewachsen in den Plattenbauten von Reick rappt der passionierte Musiker über ein Leben jenseits von Hochkultur und reichem Establishment.

Wenn du deinen Stil in einem Satz beschreiben müsstest, wie lautet der?

Rap – manchmal schmutzig, manchmal reflektiert.

Was ist dir wichtig, wenn du Musik machst?

Nichts. Mir ist nur wichtig, dass ich Musik mache. 

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Dresden ist ein gutes Pflaster für Musik, weil …

… hier sehr viele talentierte Musiker leben und arbeiten. Ich bin hier verwurzelt und freue mich aufs Touren, aber eben auch auf das Heimkommen. Dresden präsentiert sich leider vor allem über die sogenannte Hochkultur, also Oper, Orchestermusik und Klassik. Aber eigentlich hat die Musikszene dieser Stadt so viel mehr zu bieten.

Welche Gegend in Dresden hat dich am stärksten geprägt?

Definitiv die Neustadt und das Hechtviertel. Ich habe lange in beiden Stadtteilen gewohnt – und drei, vier mal die Woche ging ich in die dortigen Clubs und schaute mir alle möglichen Bands an. 

Kann man Dresden in deiner Musik hören?

Wahrscheinlich nicht besonders viel. Aber ich bin hier geboren und aufgewachsen, also tauchen diese Stadt und meine Sozialisation sicher in irgendeiner Form in meiner Art zu sprechen oder zu denken auf. In einem Song beschreibe ich meine Kindheit, die ich in den Plattenbauten von Reick verbracht habe. 

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Wo trittst du in Dresden am liebsten auf?

In der Chemiefabrik fühle ich mich am wohlsten. Ansonsten habe ich auch immer sehr gern in der Groovestation oder im Ostpol gespielt.

Was erhoffst du dir noch von diesem Jarhr?

Live spielen. Live spielen. Live spielen. 2020 war für alle Musiker eine große Katastrophe, auch mir sind viele Konzerte weggebrochen. Es geht aber nichts über den direkten Kontakt mit anderen Menschen im Konzert. Das kann kein Livestream bieten.

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