Kultur

Interview: Tanzbarer Elektro-Pop von OXO OHO

Aus unserer Reihe „So klingt Dresden“

Oxo Oho Dresden
© Illustration: Bente Schipp

In unserer Reihe „So klingt Dresden“ plaudern Musik-Newbies aus dem Nähkästchen und erzählen, warum Dresden mehr ist als nur Semperoper und klassische Musik. Heute im Gespräch: Das schrille Elektro-Pop-Duo OXO OHO.

Schrille Outfits, ironische Texte und mitreißende Beats. Wenn die Jungs von OXO OHO auf die Bühne gehen, wird der Kopf wach und kein Bein bleibt stehen. Seit fast drei Jahren zappen sich Frank Leichauer und Sebastian Piskorz durch die Musikjahrzehnte: Synthesizer Sounds der „Neuen Deutschen Welle“ gehören dabei genauso dazu, wie 90er-Jahre-Pop, Trompeten-Solos und hippe Elektrobeats. Immer mit einem verschmitzten Gedanken auf den Lippen und witzig-ironischen Anspielungen auf den ganz normalen Alltags-Wahnsinn.

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Wir erobern uns die Bühnen, als wären sie unser kleiner Dschungel und wir zwei wild gewordene Orang-Utans.

Was ist euch wichtig, wenn ihr Musik macht?

Wir wollen beim Publikum Tanzbein, Herz und Verstand ansprechen. Natürlich gelingt einem nicht immer alles in gleichem Maße, aber wir tun unser Bestes. Fette Grooves sind uns genauso wichtig wie augenzwinkernde Texte, die relevante Geschichten erzählen – naja, manchmal ist nur ihr Unterhaltungswert relevant. Sehr wichtig ist uns auch unsere Performance. Wir kostümieren uns schrill und bunt und erobern die Bühnen, als wären sie unser kleiner Dschungel und wir zwei wild gewordene Orang-Utans.

Warum ist Dresden ein gutes Pflaster für Musiker? Was fehlt noch?

Dresden ist ein wundervolles Fleckchen Erde voller kulturliebender Menschen. Es gibt hier tolle Straßenfeste und eine spannende Liveszene in den diversen Klubs. Von denen könnte es vielleicht noch den einen oder anderen mehr vertragen anstelle der x-ten Shishabar, aber das Engagement in der Szene stimmt und das ist das Wichtigste.

Welche Gegend in Dresden hat euch am meisten geprägt?

Wir hatten mit Abstand die meisten Dresden-Konzerte in und um die Neustadt. Irgendwie zieht es uns dort immer wieder hin. Besonders gern haben wir das Kukulida und den Schwarzes Schaf e.V.

Kann man Dresden in eurer Musik hören?

Definitiv. Viele unserer Freunde leben hier, die uns immer wieder grandios unterstützen und denen wir zu großem Dank verpflichtet sind. Darüber hinaus erzeugen Orte, denen man sich verbunden fühlt und die einem ein Heimatgefühl geben, immer Inspiration und Kreativität, weil sie eine Energie in einem freisetzen, die man so ansonsten nicht gefunden hätte.

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Mächtig geschraubt und fließig produziert hat das bunte Duo auch in Zeiten des Corona-Lockdowns. Das poppige Ergebnis ist das Debütalbum „Real love bei mir“, auf das die Musiker anderthalb Jahre hingearbeitet haben. Auf Klubkonzerten, Festivals und Straßenfesten wollen OXO OHO nun ihre neuen Songs präsentieren und für wilde Nächte sorgen. Wann und wo ihr die zwei live erleben könnt, erfahrt ihr hier.

OXO OHO wurde im Mai 2017 von Frank Leichauer und Sebastian Piskorz gegründet. Im selben Jahr kürten die Hörer von Detektor.fm das schillernde Duo als Band des Monats. Am 22.02.2020 erschien ihr Debütalbum: „Real love bei mir“ beim Dresdner Musikverlag „Oh my music“.

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