Oxo Oho Elektropop aus Dresden

OXO OHO Ist das Kunst oder kann das Pop?

K lassik und Jazz, das ist die Musik mit der man Dresden verbindet. Doch der Sound der Stadt ist vielfältiger: tanzbarer Elektropop von OXO OHO, sanfte Indieklänge von Shelter Boy, eleganter Art-Pop von Olicía oder weltoffene "Gute-Laune-Beats" von Banda Internationale. In unserer Reihe "So klingt Dresden" plaudern Musik-Newbies aus dem Nähkästchen und erzählen, warum Dresden mehr ist als nur Semperoper und klassische Musik.

26. Februar 2020

OXO OHO

Schrille Outfits, ironische Texte und mitreißende Beats. Wenn die Jungs von OXO OHO auf die Bühne gehen, wird der Kopf wach und kein Bein bleibt stehen. Seit fast drei Jahren zappen sich Frank Leichauer und Sebastian Piskorz durch die Musikjahrzehnte: Synthesizer Sounds der „Neuen Deutschen Welle“ gehören dabei genauso dazu, wie 90er-Jahre-Pop, Trompeten-Solos und hippe Elektrobeats. Immer mit einem verschmitzten Gedanken auf den Lippen und witzig-ironischen Anspielungen auf den ganz normalen Alltags-Wahnsinn.

"Wir erobern uns die Bühnen, als wären sie unser kleiner Dschungel und wir zwei wild gewordene Orang-Utans."

Was ist euch wichtig, wenn ihr Musik macht?

„Wir wollen beim Publikum Tanzbein, Herz und Verstand ansprechen. Natürlich gelingt einem nicht immer alles in gleichem Maße, aber wir tun unser Bestes. Fette Grooves sind uns genauso wichtig wie augenzwinkernde Texte, die relevante Geschichten erzählen – naja, manchmal ist nur ihr Unterhaltungswert relevant. Sehr wichtig ist uns auch unsere Performance. Wir kostümieren uns schrill und bunt und erobern uns die Bühnen, als wären sie unser kleiner Dschungel und wir zwei wild gewordene Orang-Utans.“

Warum ist Dresden ein gutes Pflaster für Musiker? Was fehlt noch?

„Dresden ist ein wundervolles Fleckchen Erde voller kulturliebender Menschen. Es gibt hier tolle Straßenfeste und eine spannende Liveszene in den diversen Klubs. Von denen könnte es vielleicht noch den einen oder anderen mehr vertragen anstelle der x-ten Shishabar, aber das Engagement in der Szene stimmt – und das ist das wichtigste.“

Welche Gegend in Dresden hat euch am meisten geprägt?

„Wir hatten mit Abstand die meisten Dresden-Konzerte in und um die Neustadt. Irgendwie zieht es uns dort immer wieder hin. Besonders gern haben wir das Kukulida und den Schwarzes Schaf e.V.“

Kann man Dresden in eurer Musik hören?

„Definitiv. Viele unserer Freunde leben hier, die uns immer wieder grandios unterstützen und denen wir zu großem Dank verpflichtet sind. Darüber hinaus erzeugen Orte, denen man sich verbunden fühlt und die einem ein Heimatgefühl geben, immer Inspiration und Kreativität, weil sie eine Energie in einem freisetzen, die man so ansonsten nicht gefunden hätte.“

Was erhofft ihr euch vom Jahr 2020?

„Wir haben im Februar 2020 unser Debütalbum „Real love bei mir“ veröffentlicht. Darauf haben wir anderthalb Jahre hingearbeitet. Jetzt hoffen wir auf interessierte Hörer und sind gespannt auf die Konzerte, die in diesem Jahr anstehen und auf denen wir die Songs vom Album und viele weitere präsentieren wollen. Klubkonzerte, Festivals, Straßenfeste – da rollt einiges auf uns zu, und wir breiten vorfreudig die Arme aus!“

 

OXO OHO wurde im Mai 2017 von Frank Leichauer und Sebastian Piskorz gegründet. Im selben Jahr kürten die Hörer von Detektor.fm das schillernde Duo als Band des Monats. Am 22.02.2020 erschien ihr Debütalbum: „Real love bei mir“ beim Dresdner Musikverlag „Oh my music“.