Diese 6 Museen in Dresden müsst ihr besuchen!

Von beeindruckenden Kunstsammlungen über Juwelen und Schätze bis hin zu Technik zum Anfassen und Ausprobieren

lebensgroße Holzpferde mti geschmückten Rüstungen in einem Museum
So prächtig geschmückt waren die Pferde der sächsischen Fürsten. Zu bewundern in der Rüstkammer des Residenzschlosses Dresden. Foto: Antoine Bonin (DML-BY)

Welches Museum lohnt sich in Dresden? Bei der riesigen Auswahl ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Kunst von Weltrang, königliche Schatzkammern, Stadtgeschichte, Technik zum Anfassen oder ein Museum in Dresden für Kinder: Die sächsische Landeshauptstadt bietet für fast jedes Interesse das passende Haus. Wir stellen euch sechs besonders sehenswerte Museen vor.

Dresden zählt rund 50 Museen und besitzt mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Museen der Stadt Dresden gleich zwei große Museumsverbünde. Zu den bekanntesten Häusern gehören die Gemäldegalerie Alte Meister, das Grüne Gewölbe, das Deutsche Hygiene-Museum, das Verkehrsmuseum und das Militärhistorische Museum. Damit ihr nicht erst vor Ort überlegen müsst, welches Museum in Dresden am besten zu euch passt, stellen wir euch sechs besonders sehenswerte Museen vor.

Welches Museum lohnt sich in Dresden?

Wenn ihr zum ersten Mal in Dresden seid und nur Zeit für ein Museum habt, würden wir euch je nach Interesse unterschiedliche Häuser empfehlen:

  • Für Kunstfans: Gemäldegalerie Alte Meister
  • Für Prunk und Dresdner Geschichte: Residenzschloss und Grünes Gewölbe
  • Für Familien: Verkehrsmuseum Dresden
  • Für Kinder von etwa 5 bis 12 Jahren: Deutsches Hygiene-Museum mit der „Welt der Sinne“
  • Für Geschichtsinteressierte: Militärhistorisches Museum
  • Für alle, die Dresden besser verstehen möchten: Stadtmuseum Dresden

Wer das klassische Dresden-Erlebnis sucht, liegt mit der Gemäldegalerie Alte Meister und dem Grünen Gewölbe im Residenzschloss besonders richtig: Die Sammlungen gehören zu den international bekannten kulturellen Aushängeschildern der Stadt

1. Gemäldegalerie Alte Meister: Dresdens Kunstklassiker

Die Gemäldegalerie mit ihren Kunstwerken der europäischen Renaissance lohnt sich unbedingt! Foto Antoine Bonin (DML-BY)

Ein Dresden-Besuch ohne Raffaels „Sixtinische Madonna“? Kann man machen – Kunstfans würden allerdings einiges verpassen. Das Werk ist eines der wichtigsten Gemälde der Renaissance und eine kunstgeschichtliche Ikone. Es hängt in der Gemäldegalerie Alte Meister, die zu den bekanntesten Kunstsammlungen der Stadt gehört. Zu sehen sind Meisterwerke der italienischen Renaissance sowie niederländischer, flämischer, deutscher und spanischer Malerei. Neben Raffael begegnet ihr hier unter anderem Rembrandt, Rubens, Vermeer, Cranach – und natürlich auch Canaletto und seinen berühmten Dresdner Stadtansichten.

Darüber hinaus gibt es regelmäßig Sonderausstellungen: So präsentiert die Gemäldegalerie vom 19. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 mit „Correggio. Berührend menschlich“ die erste große Gesamtausstellung zum Werk des italienischen Renaissance-Malers außerhalb von Italien.

Und schon der Ort ist ein Erlebnis: Die Gemäldegalerie befindet sich im Semperbau des Dresdner Zwingers. Nach eurem Museumsbesuch könnt ihr direkt durch den Zwinger schlendern und damit Kunst und Dresdner Barockarchitektur miteinander verbinden.

Unser Tipp: Plant genügend Zeit ein. Mit dem Hausticket für den Zwinger könnt ihr neben der Gemäldegalerie auch die Porzellansammlung und den Mathematisch-Physikalischen Salon besuchen.

Lohnt sich besonders für: Kunstfans, Dresden-Neulinge sowie alle, die eines der kulturellen Wahrzeichen der Stadt erleben möchten

Zwinger, Theaterplatz 1, 01067 Dresden // täglich 10-17 Uhr // ein Vollzahler-Ticket kostet 18,50 € // gemaeldegalerie.skd.museum

2. Residenzschloss Dresden und Grünes Gewölbe – Dresden in seiner prachtvollsten Form

mit goldenen Verzierungen, Kronleuchtern und schwarz-weißem Boden in der Residenzschloss Dresden
Allein schon die prächtigen Räume im Residenzschloss sind einen Besuch wert. Hier das Porzellankabinett im Turmzimmer der Festetage. Foto: Oliver Killig

Nur wenige Gehminuten vom Zwinger entfernt wartet das nächste große Dresden Museum-Highlight: das Residenzschloss.

Im Schloss befinden sich gleich mehrere Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Besonders berühmt sind das Historische Grüne Gewölbe und das Neue Grüne Gewölbe – die Schatzkammern der sächsischen Kurfürsten und Könige mit wunderschön gefertigten Kunstgegenständen aus Silber, Gold und Edelsteinen. Hinzu kommen unter anderem die Rüstkammer, das Münzkabinett und das Kupferstich-Kabinett sowie die Fest-Etage mit den Paraderäumen, die mehr als 80 Jahre nach der Zerstörung des Schlossen jetzt wieder vollständig rekonstruiert zu bewundern sind. Die neue Dauerausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung Prunk und Pracht sowie höfische Feste für August den Starken und seine Nachfolger hatten.

Wer verstehen möchte, warum Dresden über Jahrhunderte eine bedeutende europäische Residenzstadt war, sollte sich diesen Ort nicht entgehen lassen.

Wichtig: Für das Historische Grüne Gewölbe ist ein Zeitticket erforderlich. Wegen der begrenzten Kapazitäten empfiehlt die SKD eine vorherige Onlinebuchung.

Lohnt sich besonders für: Erstbesucher, Kulturfans und alle, die Dresdens höfische Geschichte erleben möchten.

Taschenberg 2, 01067 Dresden // Mo, Mi-So 10-17 Uhr, Grünes Gewölbe Fr 10-19 Uhr // Hausticket 18 Euro // www.skd.museum/besuch/residenzschloss

3. Deutsches Hygiene-Museum: Über uns Menschen

Dauerausstallung Hygiene Museum
Das durchsichtige, anatomische Modell „Der Gläserne Mensch“ wurde im Jahr 1930 vom Deutschen Hygiene-Museum in Dresden erfunden und gebaut. Foto: Jörg Gläscher

Beim Begriff „Hygiene-Museum“ denkt ihr zuerst an Zahnbürste und Seife? Dann lasst euch überraschen. Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden beschäftigt sich vor allem mit einer ziemlich großen Frage: Was bedeutet es, Mensch zu sein? Im Zentrum steht die Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“, die Körper, Gesundheit und menschliches Leben aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Bekannt ist das Museum außerdem für seine Exponate der Gläsernen Menschen sowie für wechselnde Ausstellungen zu Wissenschaft, Kultur und gesellschaftlichen Fragen.

Auch historisch lohnt sich ein genauer Blick: Das Museum wurde 1912 gegründet. Das heutige Gebäude entstand erst zwischen 1927 und 1930 nach Plänen des Architekten Wilhelm Kreis und gilt als Bau der Klassischen Moderne.

Museum Dresden für Kinder: Die „Welt der Sinne“

Für Familien ist das Deutsche Hygiene-Museum eine der besten Adressen der Stadt. Im Kinder-Museum „Welt der Sinne“ warten zahlreiche Spiele und Experimentierstationen rund ums Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder zwischen 5 und 12 Jahren. Zu den Highlights gehören unter anderem ein Spiegelkabinett und ein Tasttunnel.

Lohnt sich besonders für: Familien, neugierige Erwachsene und alle, die lieber entdecken und ausprobieren als nur Vitrinen anzuschauen.

Lingnerplatz 1, 01069 Dresden // Di-So 10-17 Uhr // Ticket regulär 12 Euro, Personen unter 17 Jahren haben freien Eintritt // www.dhmd.de

4. Verkehrsmuseum Dresden: das Familienmuseum mitten in der Altstadt

Museumsnacht Dresden
Schon von außen beeindruckend: Innen bietet das Verkehrsmuseum Technik zum Erleben und Mitmachen. Foto: Matthias Rietschel

Autos, Lokomotiven, Flugzeuge und Schiffe: Im Verkehrsmuseum Dresden dreht sich alles darum, wie Menschen sich fortbewegen. Das Museum befindet sich im Johanneum direkt am Neumarkt – also nur wenige Schritte von Frauenkirche und Fürstenzug entfernt. Seine Ausstellungen widmen sich Straßenverkehr, Eisenbahn, Luftfahrt und Schifffahrt. Zu sehen sind u.a. historische Dampflokomotiven, Fahrräder, Motorräder, Kutschen und Autos – darunter Meilensteine und Alltagsfahrzeuge aus verschiedenen Epochen, auch aus der DDR-Zeit wie etwa den Trabant.

Besonders stark ist das Verkehrsmuseum beim Thema Mitmachen. Kinder können beispielsweise den Verkehrsgarten erkunden, Museumsmaus Flitzi folgen oder Experimente rund um Flug und Bewegung ausprobieren. Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es mit dem „dyna mix lab“ zusätzlich eine interaktive Ausstellung zu Physik, Dynamik und Mobilität.

Lohnt sich besonders für: Familien, Technikfans und Regentage in Dresden.

Augustusstraße 1, 01067 Dresden // Di-So 10-18 Uhr // Ticket regulär 12 Euro, Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt // www.verkehrsmuseum-dresden.de

5. Militärhistorisches Museum Dresden – Geschichte, die Fragen stellt

Wie ein Keil durchschneidet der Neubau des Militärhistorischen Museums Dresden das historische Gebäude.
Der keilförmige Neubau des Militärhistorischen Museums Dresden verweist auf die Zerstörung der Stadt vor 80 Jahren und die tiefen Einschnitte, die Kriege verursachen. Foto: Frank Exß (DML-BY)

Schon von außen unterscheidet sich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr deutlich von einem klassischen Geschichtsmuseum. Denn größtes Exponat dieses Museums ist das Gebäude selbst. Dabei erzählt die Architektur die Geschichte der Stadt auf bedrückend-berührende Weise. Der historische Arsenalbau wird von einem markanten Keil des Architekten Daniel Libeskind durchschnitten. Die Spitze zeigt exakt auf die Abwurfstellen der Bomben, die im Februar 1945 auf Dresden fielen. Architektur und Ausstellungskonzept greifen hier unmittelbar ineinander.

Auch im Inneren geht es nicht einfach um Waffen und Schlachten. Vielmehr beschäftigt sich die Dauerausstellung multiperspektivisch mit Militär, Krieg, Gewalt und ihrem Verhältnis zur Gesellschaft. Neben einer chronologischen Darstellung im historischen Gebäudeteil gibt es im Libeskind-Keil einen epochenübergreifenden Themenparcours.
Das macht das Museum auch für Menschen interessant, die klassische Militärmuseen normalerweise eher umgehen würden.

Lohnt sich besonders für: Geschichtsinteressierte, Architekturfans und alle, die sich kritisch mit Krieg und Gesellschaft auseinandersetzen möchten.

Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden // Mo 10-21 Uhr, Di, Mi-So 10-18 Uhr // Ticket 5 Euro, Personen unter 18 Jahren haben freien Eintritt // dresden.mhmbw.de

6. Stadtmuseum Dresden

DRESDNER STADTGESCHICHTE wird im Stadtmuseum Wilsdruffer Straße lebendig.
Das Stadtmuseum Dresden im historischen Landhaus sammelt, bewahrt, erforscht und erzählt die Erinnerungen und Geschichten der Dresdnerinnen und Dresdner. Foto: © Museen der Stadt Dresden, Philipp WL Günther

Schlagt euch ganz schnell Adjektive wie „langweilig“ oder „verstaubt“ aus dem Kopf, wenn ihr den Begriff „Heimatmuseum“ hört. Das Stadtmuseum Dresden wird euch definitiv eines Besseren belehren. Warum sieht Dresden heute so aus, wie es aussieht? Wie wurde aus der mittelalterlichen Stadt eine prachtvolle Residenz? Und wie haben Krieg, DDR und Wiedervereinigung Dresden verändert? Antworten darauf findet ihr hier.

Das Museum widmet sich mehr als 800 Jahren Stadtgeschichte und ist deshalb eine besonders gute Ergänzung zu Frauenkirche, Zwinger und Residenzschloss. Denn hier geht es nicht nur darum, historische Gebäude anzuschauen, sondern auch darum, die Entwicklung der Stadt dahinter zu verstehen. Wechselnde Ausstellungen beleuchten regelmäßig wichtige Aspekte des städtischen Lebens, derzeit etwa das Thema Plattenbau. Das Haus liegt zentral in der Altstadt an der Wilsdruffer Straße. Besonders praktisch für Sparfüchse: Freitags ist der Eintritt ab 12 Uhr frei.

Lohnt sich besonders für: Dresden-Fans, Geschichtsinteressierte und alle, die mehr über die Stadt als nur ihre berühmtesten Sehenswürdigkeiten erfahren möchten.

Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden // Di-So 10-18 Uhr // Ticket regulär 8 Euro, Kinder unter 7 Jahren Eintritt frei

Welches Museum in Dresden ist für Kinder am besten?

Wenn ihr ein Museum in Dresden mit Kindern besuchen möchtet, sind vor allem zwei Häuser empfehlenswert.

Das Verkehrsmuseum Dresden eignet sich hervorragend für Familien, die Fahrzeuge, Technik und viele Möglichkeiten zum Ausprobieren suchen. Schon jüngere Kinder finden hier jede Menge zu entdecken.

Das Kinder-Museum „Welt der Sinne“ im Hygiene Museum ist besonders für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren konzipiert. Hier steht eigenes Experimentieren mit allen fünf Sinnen im Vordergrund.

Für ältere Kinder und Jugendliche können außerdem das Militärhistorische Museum oder – je nach Interesse – die Gemäldegalerie Alte Meister spannend sein. Die Stadt und die Umgebung hat übrigens noch viel mehr für Kinder zu bieten: Entdecke hier tolle Ausflugsziele für Familien in Dresden Elbland.

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